#WERUNFRANKFURT – Crewlove

#WERUNFRANKFURT – Crewlove

Zwei Wochen ist es schon wieder her… Zwei Wochen ist es schon wieder her, als wir mit der coolsten Laufcrew in Frankfurt beim Halbmarathon an den Start gegangen sind. Beim Schreiben und dabei beim Zurückblicken an den Tag bekomme ich direkt wieder eine Gänsehaut. Im Kopf sehe ich total viele erschöpfte, aber glückliche Gesichter.

Der Beginn

Im Oktober haben Carina und ich zum ersten Mal zum Lauftreff #WERUNFRANKFURT aufgerufen. Idee und Inspiration haben wir aus Berlin vom Nike Running Club (NRC) um Head-Coach Jan Fischten mitgenommen. Aufgrund unserer Leidenschaft zum Laufen wollten wir in Frankfurt ebenfalls eine Anlaufstelle für alle bieten, die mit dem Laufen beginnen wollen oder nicht alleine laufen möchten. Wir wussten von Anfang an, dass es eine große Herausforderung sein wird, verschiedene Lauf-Level – vom Lauf-Beginner, bis hin zum Ultra-Läufer – unter einen Hut zu bringen.

Ab gesehen von der Tatsache, dass wir nicht wirklich wussten, ob überhaupt jemand zum Lauftreffen kommen würde, wollten wir auch nichts falsch machen. Wir wussten nicht, was muss man beachten, gibt es bestimmte Dinge an die man denken muss,… und und und…

Mit der Zeit entwickelte sich eine wirklich tolle und immer wachsenden Gruppe. Jeder Lauf, anfangs immer nur mittwochs, war immer wieder ein tolles Erlebnis.

Projekt Halbmarathon

Zum Ende des Jahres fassten wir den Entschluss, gemeinsam als Crew beim Halbmarathon Frankfurt mitzumachen. Für viele sollte es der erste Halbmarathon-Lauf werden. Für viele war die Distanz von über 21 Kilometer zum Ende des Jahres noch eine gigantische Distanz und unvorstellbar.

Es gab viel zu organisieren. Wir wollten, dass es für alle Crew-Mitglieder – egal ob sie aktiv mitlaufen, oder am Streckenrand anfeuerten – ein Ereignis wird, an welches man sich noch lange erinnern wird. In Zusammenarbeit mit Nike Running organisierten wir Lauf-Shirts, machten uns Gedanken, wo der geeignetste Ort zum Anfeuern wäre. Natürlich durfte die obligatorische Pasta-Party nicht fehlen. Unterstützung für das Rennwochenende bekamen wir durch Nike. Nike schickte seinen besten Mann nach Frankfurt, Jan Fitschen. Jan war so lieb stand uns, aber vor allem der der Crew mit seiner Erfahrung zur Seite. Er beantwortete am Vortag noch viele Fragen, nahm dem einen oder anderen bei der Pasta-Party mit seinen Ratschlägen die Nervosität.

Der Renntag

Endlich war der große Tag gekommen. Vor rund 5 Monaten hatten wir etwas in Eigenregie anfangen aufzubauen und nun kam der Tag, an dem das erste große Ereignis stattfinden sollte. Am Vortagen waren bereits 100 Menschen zusammengekommen. Läufer und Unterstützer und Freunde. Am Renntag gingen wir mit knapp 80 Läuferinnen und Läufer an den Start.

Schon am Vorabend zeichnete sich ab, dass das Wetter mitspielen würde. Die Hoffnung bestätigte sich am frühen Morgen. Bereits kurz nach 7:30 Uhr ging es in Richtung Commerzbank Arena. Das Wetter war perfekt. Perfekt zum Laufen, perfekt zum Anfeuern und perfekt um ein toller Tag zu werden.

Es war schon ziemlich erstaunlich, welche Aufmerksamkeit #WERUNFRANKFURT auch außerhalb Frankfurts erzielt hat. Läuferinnen und Läufer aus München oder Schweiz waren extra angereist, um mit uns zu laufen. Extra zum Anfeuern wurde sogar aus dem Ruhrgebiet angereist. Nach einer kurze Ansprache machten wir uns gemeinsam warm. Wir benötigten den Platz eines ganzen Fussballfeldes, so viele waren wir. Unfassbar.

Für mich persönlich spielte das Rennen keine besondere Rolle, die ersten 10-15 Kilometer unterstütze ich einige Läufer aus unser Crew. Besorgte die Getränke und war für die Unterhaltung zuständig. Am Vortag hatten Carina und ich die Strecke besichtigt, um einen geeigneten Ort zu finden, wo die Support-Crew von #WERUNFRANKFURT sich zum Anfeuern platzieren könnte. Bei Kilometer 18,5 fanden wir eine gute Stelle.

Ich erinnere mich noch, dass ich im Rennen bei Kilometer 17 lautes „Geröll“ hörte. Ich sagte mir in dem Moment, „Nein, dass können nicht unsere Leute sein! So laut, das geht gar nicht…“ Und doch, die super mega laute Gruppe war unsere #WERUNFRANKFURT Support-Crew. Ich konnte es nicht fassen! Circa 20-25 Menschen hatten Lärm und Stimmung gemacht, als wären es 50 gewesen! Jeder Läufer wurde gefeiert, bejubelt und angefeuert. Dabei spielte es keine Rolle, ob von der Crew oder nicht. Und jedesmal Mal, wenn ein Läufer mit dem #WERUNFRANKFURT Shirt in Sichtweite war, gab es kein Halten mehr.

Ich war so überwältigt von dieser tollen, nein von der großartigen Stimmung, dass ich anhalten und das Ganze etwas sacken lassen musste. Mir kamen sogar einige Tränen, so überwältigt war ich von dem Ganzen. Ich fand es so klasse, wie sich Menschen, die sich vor einigen Wochen noch kaum kannten, nun gegenseitig in den Umfang anfeuerten.

Crew-Mitglieder, die eigentlich vorhatten mitzulaufen, dann aber verletzungsbedingt ausfielen, standen an der Seite und feuerten die an, die liefen. Es wäre einfach gewesen, sich zu sagen, „Nö, ich kann nicht mitlaufen, also bleibe ich zuhause im Bett und schlafe aus!“ Nein, für diese tollen Menschen, oder auch für die, die sich noch (!!!) nicht an die Halbmarathon-Distanz herantrauten, war es einfach SELBSTVERSTÄNDLICH vor Oort zu sein und alle anderen anzufeuern.

Dieser Moment, als ich da stand, mit Tränen in den Augen, sah wie Carina als kleine „Anfüherin“ mit dem Megafon rumbrüllte, die ganzen fröhlichen Gesichter der Support sah, war für mich eines der Schlüssel-Erlebnisse.

Im Vorfeld des Rennen hatten Carina und ich überlegt, wie wir das nach dem Rennen organisieren wollten. Zum einen waren einige Supporter noch bei Kilometer 18,5 und zum anderen gab es Läuferinnen und Läufer, die mehr Zeit für die 21 Kilometer benötigten, als andere. Wir wollten ganz gerne, dass wir alle, sobald alle Läufer gesund im Ziel angekommen sind, noch mal zusammen kommen würden. Natürlich konnten wir niemanden zwingen. Genauso gut hätten wir dafür Verständnis gehabt, wenn Supporter früher Richtung Zielbereich gelaufen.

Crewlove

Aber zu unserer Überraschung, zeigte die GANZE Crew Charakter und Teamgeist! Sowohl die meisten Supporter warteten, bis die letzte Läuferin die 18,5 Kilometer erreichten und brachen erst dann in Richtung Zielbereich auf, als auch alle anderen Läufer warteten. Teilweise kamen einige über 60 Minuten früher ins Ziel, aber das war kein Grund für sie, nach Hause zu fahren. Wir warteten alle gemeinsam.

Der Moment, als unser „Küken“ Caro die letzten Meter um das Stadion lief, an der Crew vorbei, die sie noch mal mächtig anfeuerte, war für mich die zweite Schlüsselstelle. Gemeinsam lief ich mit Caro erneut über die Ziellinie und im Rücken die Crew.

Als Caro und ich dann zur Crew kamen, wurde sie unter Applaus bereits empfangen. Es waren einfach noch alle da! Obwohl schon so viel Zeit verlief. Unglaublich. #Crewlove.

Was ich an diesem Tag an Teamgeist erlebt habe, an Spirit, an Emotionen, ich weiß nicht, ob ich etwas vergleichbares schon einmal erlebt habe. Wie diese Crew in den knappen 5 Monaten zusammengewachsen ist, mit all ihren besonderen Charakteren. Wirklich besonders. Jeder Einzelne trägt seinen Teil für das große Ganze bei. Das Faszinierende ist, dass es ein total buntgemischter „Haufen“ ist. Von jung bis alt, von Lauf-Beginner bis hin zum Ultra-Läufer. Aber vielleicht ist es auch das, was diese Crew so besonders macht.

Wenn ich mir hätte es im Vorfeld ausmalen können, wenn ich es mir wünschen hätte können, wie das Wochenende hätte werden sollen, dann hätte ich es mir genau so gewünscht.

#WERUNFRANFURT dieser Artikel war für euch, ihr seid mir alle so ans Herz gewachsen, Danke! #crewlove

 

3 Kommentare

  1. Oh wow, das ist einfach so schön! Dein Text hat mich total berührt – es ist grandios, was ihr da geschaffen habt 🙂 Macht weiter so und ich wünsche euch noch gaaaanz viele solcher tollen, emotionalen Momente 🙂

    Liebe Grüße
    Anne

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