Laufbekleidung für den Winter

Laufbekleidung für den Winter

So langsam ist der Winter und die kalten Tage in Deutschland angekommen. Die letzten Wochen hatten wir meiner Meinung nach noch einigermaßen Glück. Heute früh war es zum ersten Mal richtig kalt. Im Laufe des Tages erreichte mich bei Snapchat mehrfach die Frage, was ich bei den kalten Temperaturen zum Laufen anziehe?

Eines solltest du vorneweg beachten: Jeder Mensch hat ein anderes Temperaturempfinden! Was für Max Mustermann noch angenehm ist, ist für Lieschen Müller „schweinekalt“ (Sorry für den Ausdruck). Ich bin jemand, dem tendenziell eher zu warm, als kalt ist. Dennoch gilt es auch für mich, die richtige Laufbekleidung auszuwählen, damit die Motivation, im Freien zu laufen, nicht abreißt.

Nachfolgend möchte ich völlig wertfrei meine aktuelle Laufbekleidung für die kalten Wintertage vorstellen. Mit einem Klick auf das Bild landet ihr auf der Hersteller-Seite, um bei Bedarf weitere Informationen zu erhalten. Einige Kleidungsstücke wurden mir von Nike zur Verfügung gestellt, andere Kleidungsstücke habe ich mir selbst gekauft. Ich bin mir sicher, dass auch andere Hersteller ähnliche Modelle, speziell für den Winter, im Sortiment haben. Die gezeigten Herrenmodelle gibt es selbstverständlich auch in der „Frauen-Version“.

Laufjacken

NIKE HYPERSHIELD – LAUFJACKE // Foto: Julia Schubert Photography

Laufoberteil

NIKE SPHERE ELEMENT – LANGARM LAUFOBERTEIL // Foto: Julia Schubert Photography

Laufhose

NIKE THERMA – LAUF-TIGHTS // Foto: Julia Schubert Photography

Lauf-Shorts:

NIKE AEROSWIFT – LAUFSHORTS // Foto: Julia Schubert Photography

Laufschuhe

NIKE LUNAREPIC FLYKNIT SHIELD – LAUFSCHUH // Foto: Julia Schubert Photography

Solltest du beim Laufen, nicht wie ich Over-Ear-Köpfer verwenden, die die Ohren prima warmhalten, schütze deine Ohren auf jeden Fall mit einer Laufmütze oder einem Stirnband.

Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich dir empfehlen,  dich nicht zu warm anzuziehen. Unter dem Strich führt kein Weg daran vorbei, dass du es für dich ausprobierst. Also dreh nicht sofort um und geh wieder ins Haus rein, wenn du vor die Tür gegangen bist und frierst. Zögere nicht lange, lauf direkt los. Du wirst merken, dass dir wird schnell warm wird.

Trotz hochmoderner Kleidung solltest du nicht außer Acht lassen, dass der Körper sich an die kalten Temperaturen gewöhnen muss. Bist du bisher stets bei 18 Grad im Schatten gelaufen und nun startest du nach langer Zeit bei 3 Grad, ist es nicht verwunderlich, dass du frierst. Deshalb „predige“ ich gerne: Je früher du anfängst, desto eher kann dein Körper sich daran gewöhnen.

Und zu guter Letzt: Auch wenn es „kein schlechtes Wetter, sondern nur verkehrte Kleidung gibt“, verschiebe dein Lauf-Training, wenn es zu kalt oder zu kalt ist. Ehrgeiz und Disziplin bringen dir nichts, wenn du mit einer dicken Erkältung oder verletzt zuhause im Bett liegst! Aber kühle Temperaturen, etwas Wind und/oder Regen sind auch keine Argumente, das Training komplett ausfallen zu lassen. Nach der Trainingseinheit wirst du dich gut fühlen, vergiss das nicht! #nextsummeriscoming

Schreibe mir gerne in die Kommentare deine persönlichen Erfahrungen! Was ziehst du bei ganz kalten und nassen Tagen zum Laufen an? Vielleicht gehst du an solchen Tagen auch lieber ins Fitnessstudio? Ich bin gespannt und freue mich auf dein Feedback!

 

 

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Hindernislauf mit Jana Sussmann

Ein besonderer Gast

Am Montag hatte ich wieder die Möglichkeit an einem besonderen Event teilzunehmen. Der Nike Run Club (NRC) veranstaltete im Berliner Olympiastadion einen Hindernislauf. Als besonderer Gast wurde die deutsche Leichtathletin Jana Sussmann eingeladen. Jana, die sich auf Hindernisläufe spezialisiert hat, verpasste sehr knapp den Einzug ins EM Hindernis-Finale 2016 in Amsterdam.

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Gemeinsames Warmlaufen

Ein Wiedertreffen mit der 10K11 Crew

Besonders gefreut hatte ich mich wieder einige aus der 10K11 Crew zu treffen. Neben Maren, Lou und Linda waren waren auch Lars, Vero, Christian und Jochen am Start. Gemeinsam mit Jan Fitschen, NRC Head Coach Berlin und den über 100 Teilnehmern wärmten wir uns zunächst gemeinsam auf. Die Atmosphäre im Olympiastadion war beeindruckend.  Vor lauter Staunen konnte ich mich nur bedingt auf das Aufwärm-Programm konzentrieren. 🙂

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10K11 Crew

Das große Hindernis

Nach dem Aufwärmen teilten wir uns in mehreren Gruppen  auf und gingen gemeinsam mit den Pacern von Station zu Station. Der Höhepunkt war natürlich der hohe Holzbalken mit dem dahinterliegenden Wassergraben. Als ich dieses Hindernis zum ersten Mal an dem Abend sah, dachte ich mir direkt: „Bevor ich mir und anderen etwas breche, mache ich lieber einen großen Bogen um dieses Hindernis…“. Vormittags im Fernsehn, als Gesa Krause beim 3000 Meter Hindernislauf der Frauen in Rio das vorgemacht hatte, sah das nämlich kompliziert genug aus.

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Jana Sussmann zeigt wie es geht

#Unlimited

Gut, lange Rede kurzer Sinn, natürlich habe ich es dann dennoch probiert und es war gar nicht so schlimm, wie ich anfangs dachte. Die Angst spielte sich wieder nur im Kopf ab. Im Vergleich zu den Profi-Athleten durften wir ein Fuß auf dem Balken absetzen, somit war es gar nicht so schwer. Im Wasser landeten wir aber dennoch. Toll. Was sich irgendwie total komisch anfühlte. Meinen ersten, aber auch letzten Versuch überstand ich an dem Abend zum Glück verletzungsfrei.

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Eine fantastische Atmosphäre

Zum Abschluss gab es auf Gegengerade einen Staffel-Lauf über 100 Meter, wo jeder Teilnehmer mit Unterstützung der anderen noch einmal alles aus sich herausholte. Die Zeit ging leider wieder viel zu schnell vorbei. Am liebsten wäre ich noch länger im Stadion geblieben. Ich bin immer wieder beeindruckt, was der NRC in Berlin auf die Beine stellt. Wie oft hat man schon mal die Möglichkeit im Olympiastadion zu trainieren!? Ein toller Abend!

Vielen Dank an Nike für das tolle Event! Obwohl die An- und Abreise in Summe länger dauerte, als der Aufenthalt in Berlin, war es wieder jede Minute wert! Übrigens, mehr Infos zum Nike Run Club (NRC) Berlin findest du hier.

Hindernislauf mit Jana Sussmann
Gemeinsames Abschlussfoto

Kurz vor dem Wettkampf – 13 Tipps

Der erste Wettkampf

Nur noch wenige Tage bis zum Berliner Halbmarathon. Vielleicht gehörst du auch zu den über 30.000 Läufern, die an einem der größten Laufveranstaltungen über die halbe Marathon-Distanz in Europa teilnehmen. Oder vielleicht steht bei dir in einer anderen Stadt dein erster Laufwettkampf bevor. So oder so, für viele wird es die erste Teilnahme an einer Continue reading „Kurz vor dem Wettkampf – 13 Tipps“

Frankfurt Halbmarathon

Am Sonntag fand in Frankfurt der Halbmarathon statt. Natürlich stand die Frage überhaupt nicht im Raum, ob ich an dem Halbmarathon teilnehme oder nicht. Angemeldet hatte ich mich bereits Anfang Dezember. Und das, obwohl bereits feststand, dass ich so gut wie den kompletten Februar im Urlaub sein werde. Also keine optimale Vorbereitung.

Die Vorbereitung

Im Urlaub selbst bin ich dann auch einmal eine kurze Distanz gelaufen. Auf mehr hatte ich keine Lust. Dafür hielt ich mich mit knappen Freeletics-Workouts fit.

Im gesamten März kam ich bis einem Tag vor dem Halbmarathon auf 80 gelaufene Kilometer. Also – meiner Meinung nach – nicht wirklich viel, sofern man vor hatte am Wettkampftag ordentlich Gas zu geben. Das ich inzwischen längere Distanzen > 20 Kilometer mehr oder weniger aus dem Stand laufen kann, das war mir soweit klar. Diese Grundkondition habe ich inzwischen. Aber meine Schwäche ist weiterhin meine Geschwindigkeit. Wenn ich locker und ohne Anstrengung laufe, bin ich im so 5:20-5:30 pro Kilometer unterwegs. Ich nenne das immer meine „Komfortzonen-Pace“.

Am Tag des Wettkampfes fuhr ich relativ entspannt und ohne Erwartungen zur Commerzbank Arena. Morgens gab es noch paar Scheiben Toast mit Honig – über meine Ernährung kurz vor dem Wettkampf könnt ihr hier mehr erfahren – und somit war die Vorfreude auf den Start groß. Meine vorgenommene Zeit lag vor dem Start zwischen 1:35 und 1:40. Im Janauar diesen Jahres lief ich bei meinem letzten Halbmarathon in Norwegen beim Polar-Run 1:45. Meine aktuelle Bestzeit von 1:37 lief ich im Mai 2015 in Kassel. Somit wäre alles unter 1:37 super geil gewesen und alles bis 1:40 total zufriedenstellend!

Der Start

Glücklicherweise wurde durch den Veranstalter sogenannte „Pacemaker“ zur Verfügung gestellt. Diese Pacemaker laufen ein sehr konstantes Tempo und erreichen das Ziel, in der zuvor mittels Luftballon angegeben Zeit. Ich orientierte mich an den Pacemaker mit 1:35. Meine Ausgangsidee war, so lange wie möglich das Tempo des Pacemakers mitzuhalten, um mir so ein entsprechendes Zeitpolse zu erarbeiten, um das Ziel unter 1:37 zu erreichen.

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Geschafft! Neuer persönliche Bestzeit: 1:34:29

Die ersten 10 Kilometer liefen erstaunlich gut. Der Pacemaker war vor allem für die Kilometer am Anfang eine tolle Orientierung und Hilfe.  Eine tolle Empfehlung für alle Läufer! Natürlich musste ich mein „Komfortzonen-Tempo“ deutlich verlassen und schneller laufen, aber das klappte. Und warum? Weil es „nur“ Kopfsache war! Und mit jedem Kilometer mehr, merkte ich, dass ich super in der Zeit lag. Einen Motivationsschub gab es bei Kilometer 12. Die Strecke verlief an dieser Stelle direkt vor unser Haustür und Carina stand zum Anfeuern bereit. Der 1:35-Pacemaker war in der Zwischenzeit  hinter mir. Ab Kilometer 15 wurde es dann eklig. Wie Lou von Fit-Trio sagen würde, ich musste alle meine „Schweinedinos“ überwinden. Ich merkte, dass ich etwas langsamer wurde. „Mein“ Pacemaker holte inzwischen auf und lief wieder neben mir. In den Moment, als ich gerade mein Tief hatte, schwor ich mir, dass der Pacemaker nicht an mir vorbeiziehen wird! Ich raffte mich nochmal auf! Aus meiner Sicht ist es bei Lauf-Wettkämpfen enorm wichtig, die negative Gedanken (…jetzt zu gehen wäre schön… oder …ich drehe jetzt um und höre auf…) unter gar keinen Umständen sich entwickeln zu lassen! Vor allem dann, wenn es anstrengend wird, musst du die Antwort auf die Frage „Warum mache ich das hier?“ parat haben!

Die nächsten Kilometer wurden sicherlich nicht einfacher, aber ich sagte mir, wenn ich langsamer laufen würde, dann dauert es auch länger bis ich im Ziel bin. Eigentlich logisch. Aber einfacher gesagt, als getan. Ich kann schon einmal vorweg nehmen, dass der Pacemaker mich auf den restlichen Kilometern nicht mehr überholte. Die restilichen Kilometer musste ich dann wirklich noch mal auf die Zähne beißen. Am meisten motivierte mich die Tatsache, dass ich wusste, dass ich bei gleichbleibenden Tempo meine bisherige Bestzeit knacken würde und das deutlich! Das wollte ich mir nach den tollen 15, 16 Kilometern nicht mehr nehmen lassen. Wenn ich es soweit und so schnell geschafft hatte, dann war langsamer werden oder aufgeben keine Option! Aus den bisherigen Läufen war mit die Situation zudem bekannt. Ich wusste, dass die restlichen paar Kilometer nur noch über den Willen gehen!  Beim Einlaufen ins Stadion, gab ich auf der Zielgeraden noch einmal Vollgas. Ich kam bei 1:34:29 ins Ziel. Ich erreichte eine Zeit, an die ich im Vorfeld nicht geglaubt hätte.

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Mein erster Halbmarathon 2012. Ich kam nach 2:14:00 in Ziel

Wille schlägt Talent!

Von meinem Körpertyp bin ich sicherlich kein klassischer Läufer! Während meiner aktiven Zeit beim Fußball war ich bei den Laufeinheiten immer einer der letzten. Einer meiner damaligen Spitznamen war „Dicki“. Und hätte man mir damals gesagt, dass ich an mehreren Lauf-Wettkämpfen teilnehmen würde, so hätte ich diesen sicherlich ausgelacht. Aber inzwischen habe ich an weit über 12 Laufveranstaltungen teilgenommen. Meinen ersten Halbmarathon lief ich in 2:14. Und meine aktuelle Bestzeit liegt – seit gestern – bei 1:34:29. Meinen ersten und bisher einzigen Marathon lief ich in 3:52. Und das alles war bzw. ist möglich, obwohl ich sicherlich kein Talent für das Laufen haben! Ganz und gar nicht. Mit meinem Oberschenkelumfang könnte, wenn überhaupt als Sprinter gelten. Aber nicht als Ausdauer-Läufer! Aber wie ist das alles möglich? Wie konnte ich das, was ich bisher erreicht habe, erreichen? Die Antwort ist einfach: Mit Wille und Spaß!

Ich hoffe, dass ich mit diesem Blog-Artikel oder eher gesagt Roman, dem einen oder anderen aufzeigen konnte, dass man nicht der allerbeste und talentierteste sein muss! Wichtig und ausschlaggebend ist in meinen Augen nur die Tatsache, ob ihr wirklich einen 100%zigen Willen habt, eurer Ziel zu erreichen und ob es euch Spaß macht!