Mission Triathlon hat begonnen

Mission Triathlon hat begonnen

Anfang des Jahres habe ich davon gesprochen, dass ich darüber nachdenke, 2017 an einem Triathlon teilzunehmen. Triathlon ist eine Ausdauersportart, bestehend aus einem Mehrkampf der Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen, die nacheinander und in genau dieser Reihenfolge zu absolvieren sind. Im Triathlon gibt es unterschiedliche Distanzen. Beim klassischen Triathlon gilt es 3,84km zu schwimmen, 180 km Fahrradfahren und 42,2 km zu laufen.

Gestecktes Ziel

Diese Distanzen sind für mich natürlich noch utopisch. Mein Ziel ist es, je nachdem wie die Trainingsvorbereitung läuft – am 06.08.17 beim City Triathlon in Frankfurt für die Olympische Distanz (1,5 km Schwimmen – 40 km Rad – 10 km laufen ) an den Start zu gehen.

Motivation

Mit dem oben genannten Ziel möchte ich mir selbst einen Grund geben, meinen Trainingsalltag zu ändern und Sportarten wie Schwimmen und Radfahren mit integrieren. Schwimmen und Radfahren sind eine tolle Alternative zum Laufen und sollen so weiterhin den Spaß am Sport oben halten.

Unterstützung

Unterstützung auf meinem Weg zum Triathlon erhalte ich von mehreren Seiten. Zum einen wird Annette Gasper mich beim Schwimmen bzw. bei der Technik unterstützen. Vor allem hier sehe ich die größte Herausforderung, aber auch das größte persönliche Potenzial. Annette gibt regelmässig in Frankfurt, aber auch in Darmstadt Schwimmtechnik-Unterricht. Für das heutige Radrennen Frankfurt-Eschorn wurde mir freundlicherweise ein Rennrad vom Rad + Triathlon Shop Neu-Isenburg zur Verfügung gestellt.

Radrennen Frankfurt Eschborn

Als einen ersten Meilenstein stand heute der Radrennklassiker „Frankfurt-Eschborn“ auf meinem Programm. Radrennen, für mich komplettes Neuland. Null Ahnung, wie der Ablauf ist, keine Ahnung davon, was ich am besten anziehe. Das Gute bei diesem Rennen, man konnte während des Rennen entscheiden, welche Distanz man fahren möchte. Für mich kam entweder 50 Kilometer oder 80 Kilometer in Frage. Und deshalb ging ich realtiv entspannt in das Rennen. Am Vortag bin ich zur Probe 16 km plus 8 Kilometer mit dem Rad gefahren. Vor dem Start bekam ich noch die letzten Tipps von Theresa (@theatritralisch). Auf dem Weg zum Startblock traf ich noch Benni, Caro, Steffi und Anna allesamt Crew-Mitglieder von #WERUNFRANKFURT. Schon am Start stelle ich fest, dass bei Laufveranstaltung bessere Stimmung herrscht.

Theresa und ich kurz vor dem Start

Erstaunlicherweise fuhren sich die ersten Kilometer einfach und problemlos. Bei Kilometer 24 wartete Carina mit Caro und Miriam aus der #WERUNFRANKFURT Crew. Ich gönnte mir eine kleine Pause. Zwischenfazit: Eigentlich gar nicht so anstrengend, lediglich der Hintern tut weh.

Wir haben immer die Wahl: Einfacher oder schwerer Weg…

Weiter ging es. Bei Kilometer 39 musste ich die Entscheidung treffen: 50 Kilometer oder 80 Kilometer inklusive knappe 700 Höhenmeter. Wer mich kennt, weiß wofür ich mich entschieden habe. Und natürlich genau dann, als ich mich für die 80 Kilometer entschieden hatte, fing es an zu regnen. Keine schönes Wetter. Aber da musste ich nun durch. Ab Kilometer 40 sollte es dann bis Kilometer 55 auf knapp 800 Höhenmeter gehen.

Vor dem Anstieg des Feldbergs (700 Höhenmeter)

Der Puls ging allmählich in die Höhe und ich musste anfangen zu pusten. Ich gönnte mir immer mal wieder kurze Verschnaupfspausen. Bei Kilometer 52 kam dann so etwas wieder „Besenbus“. Der Fahrer fragte mich freundlich, ob er mich mitnehmen könnte. Ich verneinte freundlich.  #NOEXCUSES Irgendwann war der Feldberg „besiegt“ und es ging bergab. Vorweg, ich weiß nicht was ekelhafter war. Hoch, weil es sehr steil, oder bergrunter, weil es nass, sehr kalt und windig war. Der Fahrtwind runter machte es bei maximalem 49 km/h nicht wirklicher besser. Nachdem es 12 Kilometer abwärts ging, waren die letzten 12 Kilometer flach und angenehm.

Der (Fried)berg nahm kein Ende…

Nach 03:53:21 und 80 Kilometern kam ich endlich im Ziel an. Ich war wirklich froh, es geschafft zu haben. Waren die 80 Kilometer anstrengend? Natürlich war es nicht einfach, aber ich hätte es mir schlimmer vorgestellt. Hat es Spaß gemacht? Leider hat die zweite Hälfte kein Spaß mehr gemacht. Der Regen und der Wind hat es zu einer der unschönsten und herausfordernsten Sportveranstaltung gemacht, an der ich teilgenommen habe. Vielleicht war ich aber auch aufgrund der Unerfahrenheit nicht gut angezogen. Im Ziel und auf den Heimweg habe ich gezittert wie lange nicht mehr. Aber dennoch bin ich froh, an dem Rennen teilgenommen zu haben und mich auch für die 80 Kilometer entschieden zu haben. Gleichwohl ich mit meiner Zielzeit einer der letzten Starter auf 80 Kilometer gewesen bin. Aber das stört mich gar nicht. Ich konnte viel Erfahrung sammeln und habe mal wieder mir selbst bewiesen, dass AUFGEBEN NIE EINE OPTION IST. Für mich persönlich steht auch nicht immer Gewinnen an erster Steller, viel mehr etwas anzufangen und dann zu Ende zu bringen.

Total durchgefroren und nass, aber geschafft!

Die heutige gesammelte Erfahrung wird mir für meine Mission Triathlon viel weiterhelfen.

Habt einen hübschen Montagnachmittag!

Habt ihr mal ähnliche Erfahrungen gemacht? Fährt noch jemand regelmäßig Radrennen? Habt ihr eventuell Tipps für mich? Schreibt es mir gerne in die Kommentare, ich würde mich freuen!

 

 

19 Kommentare

  1. Svenja

    Hey, langes und langsames Radtraining hilft. Fange zuerst mit lockren 1,5-2 h an und das 2-3 mal die Woche. Ich gebe dir als Tipp eine Rennradhose mit Polster zu kaufen und ein Pedalsystem wie die Radprofis. Dann hat man bessere Kraft um in die Pedale zu treten. 🙂 die richtige Rennradkleidung hilft aufjedenfall bei Wind und Wetter.. viel Erfolg !!

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    1. Flooorrriii Autor

      Vermutlich ist es wie beim Laufen. Die langen und langsamen Trainingseinheiten sind notwendig, um bei den Wettkämpfen am Ende die notwendige Energie noch zu haben. Werde ich mir zu Herzen nehmen, vielen Dank für deine Ratschläge!!!

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  2. Theres

    Hey Flori,
    Erstmal herzlichen Glückwunsch fürs finishen des ersten Radrennens. Starke Leistung für so aus der Kalten 😉
    Ich war selbst viele Jahre im Triathlon und Radsport aktiv und war erst letzte Woche mit einer Frauen Amateur Mannschaft auf Rundfahrt (als Betreuer) unterwegs. Ich kann dir sagen, die Mädels haben so sehr geforen, dass sie sich nicht mal mehr selber ausziehen konnten 😮 . Was ich damit sagen will, gegen Regen, Wind und diese Temperaturen kann man nicht viel tun. Frieren vorprogrammiert.
    Aber gegen deine Po-Schmerzen würde ich dir auf jeden Fall eine Radhose empfehlen und dann einfach Training. Man muss sich auch einfach daran gewöhnen oder noch etwas am Sattel einstellen. Aber ich bin mir sicher du schaffst das.
    Viel Erfolg weiterhin, ich bin gespannt.
    Liebe Grüße aus Chemnitz
    Thetes

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    1. Flooorrriii Autor

      Erstaunlicherweise tut mir heute der Hintern gar nicht weh – woran kann das liegen? Liegt da daran, dass ich zuvor einige Male im Studio auf dem Spinningrad gesessen habe?

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  3. Emma Roßdeutscher

    Hei ich finde es richtig cool wie du die 80km trotz allem durchgezogen hast. Ich gebe dem Kommentar vor mir recht Radkleidung und ein Klicksystem helfen enorm weiter.
    Ach und vllt sieht man sich ja in Frankfurt im Ziel. Ich mache zwar die Mitteldistanz mit aber da wir schon so früh starten kommen wir ungefähr mit denen auf der Oympischen-Distanz zusammen ins Ziel.
    Meine Eltern sind auch auf der Olympischen am Start ;p
    Viel Erfolg weiterhin fürs Training!!

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    1. Flooorrriii Autor

      Nach dem gestrigen Tag, glaube ich nicht, dass ich mich an die Mitteldistanz herantraue. Mal schauen. Selbst wenn man den Feldberg mit seinen Höhenmetern herausrechnet. Wäre ich auf dem Rad locker 3-3,5 Stunden unterwegs. Fokus liegt zunächst erst mal „nur“ auf der Olympischen Distanz. Ich lass mich dann gerne von deinen Eltern supporten 😀 Freue mich & DAnke für deine Tipps!

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  4. Evi

    Herzlichen Glückwunsch zum ersten Radrennen! Hast Du doch großartig gemeistert,ich bin bei dem Wetter lieber im Bett geblieben… Ich schließe mich den anderen an: Klickpedale, Radschuhe und ne (gute!) Radhose werden Dir schon weiterhelfen. Grundlagenausdauer hast Du vom Laufen, der Rest kommt dann beim Fahren.
    Ich hab selbst erst im vergangenen Jahr so richtig angefangen und mit strukturiertem Training wirst Du rasante Fortschritte machen. Bei mir ging das von 0 auf Ötztaler Radmarathon in fünf Monaten – war nicht immer einfach, aber mit Deinem Dickschädel kriegst Du das garantiert gut hin.

    Falls Du mal mit Rennrad in der Kölner Gegend bist, meld Dich gerne – ich hätte dann auch ein Leihrad für Carina. 🙂

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    1. Flooorrriii Autor

      Was mich bissl erschreckt, dass Radrennen selbst, also die Distanz, fand ich gar nicht sooo anstrengend. Klar bei dem Berg musste ich kämpfen und hatte auch Pausen gemacht. Aber sonst, war es recht „einfach“ (hoffe ich wirke nicht zu übermotiviert…) Ist das Normal? Auf das Angebot mit dem Leihrad für Carina kommen wir gerne zurück!! Danke vorab!!!

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  5. Moe

    Richtige Radkleidung und ein richtig eingestelltes Rad mit dem zu dir passenden Sattel.
    Klick System damit du nicht nur eine druck sonder auch eine Zug Phase hast
    Und dann wie beim laufen halt Grundlagen trainieren und an einer ordentlichen pedalier Technik arbeiten
    Spinning is winning
    Lg
    Moe

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    1. Flooorrriii Autor

      Danke für deine Tipps! An das Klicksystem werde ich mich als nächstes Heranwagen. War mir ein paar Tage vor dem Rennen dann noch zu „gefährlich“. In dem genannten Rad & Triathlon Shop wurde ich hinsichtlich der Radeinstellung ziemlich gut beraten.
      Obwohl ich keine Radkleidung gestern anhatte, konnte ich zunächst nichts negatives feststellen. Gibt es elementare Vorteile bei der Radkleidung?

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      1. Moe

        Auf längeren Fahrten macht sich eine gute Hose mit einem guten Polster halt schon bemerkbar. 😉
        Ansonsten flattert halt nichts im Wind. Ne Jacke die sich nach hinten aufbläht oder Shirts machen dich jetzt nicht direkt wirklich langsamer aber du musst trotzdem mehr Leistung treten nur weil halt Kleidung im Wind flattert.
        Und zu deinem Kommentar weiter oben das es garnicht so anstrengend war. Dann hast du einfach nicht genug Gas gegeben 😉 😛
        Lg
        Moe

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  6. Ich finde es toll, dass du das durchgezogen hast! Ich finde Fahrradfahren toll und habe es früher regelmäßig mit meiner Familie gemacht. Am Wochenende habe ich es dann auch mal wieder entstaubt und eine Tour gemacht – falls du Tipps gegen Schmerzen beim Sitzen hast, immer her damit 😉
    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und bin gespannt, was du uns berichten wirst – generell wäre ich dir sehr dankbar, wenn du fürs Radeln und fürs Schwimmen ein paar Tipps abtippen könntest 🙂

    Liebe Grüße
    Anne

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    1. Flooorrriii Autor

      Ich muss sogar sagen, dass mir heute – ein Tag danach – der Hintern gar nicht weh tut. Klar gestern gab es immer mal wieder Momente, wo es schmerzlich war. Aber was ich von anderen so gehört habe, ist dass man sich relativ schnell daran gewöhnt, vilt haben die Trainingseinheiten im Studio auf dem Spinningrad mir geholfen.
      Ich berichte wo ich kann! 🙂

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  7. Hey Flori,
    Glückwunsch zum ersten Rennen. Aber viel wichtiger ist das neue Ziel. Triathlon ist viel besser als Marathon 😉 Viele Tipps hast du ja schon bekommen aber einen hab ich vielleicht noch für dich. Bergab bei Wind und Wetter helfen Zeitungen, Prospekte oder große Flyer ganz gut. Einfach vorne unters Trikot klemmen und schon hat der Wind keine Auswirkungen mehr. Unten angekommen kannst du das Papier entweder in den nächsten Mülleimer werfen oder einfach hinten ins Trikot stecken. Falls da noch ein Berg wartet. 😉
    Ansonsten gilt: Die Maschine sitzt auf dem Rad.
    Viel Spaß beim Kilometer abspulen und sportliche Grüße
    Schorsch

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  8. Christina

    Hallihallo..
    also ich find das richtig spannend, dass du dich an einem Triathlon versuchst 🙂
    ich mag das auch total gerne, neue Sportarten kennenzulernen, seine Grenzen auszutesten und einfach mal was Neues probieren!!
    Gaaaaanz super find ich deine Einstellung zum Radrennen bzw. zum Thema „Gewinnen“..denn ich find auch: jeder, der an seine persönlichen Grenzen geht ist ein Gewinner, ganz egal wie weit vorne oder hinten man ist.
    Ich muss noch ein wenig lernen, mit meiner Leistung zufrieden zu sein. Bin im Mai meinen ersten Marathon gelaufen mit genau 4:00 Stunden. Ich war danach zwar happy, aber es wäre definitiv viel mehr drinnen gewesen 😉

    Naja, bin jedenfalls schon gespannt auf deine Erfahrungen zum Triathlon und wünsch dir viel Spaß beim weiteren Training :))
    Viele Grüße,
    Christina

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